Schriftzug Werne
wappen
R S S - N E W S
Aktuelle News aus Werne jetzt als RSS-Feed auf ihr Handy oder Tablet...

Aktueller RSS-Feed
V E R A N S T A L T U N G E N
I N F O S
Sommerleseclub lockt erneut mit attraktiven Büchern >
< Neue Broschüre wirbt für Verwaltungs-Ausbildung
04.07.2016 09:00 Alter: 1 year

Dr. Constanze Döhrer tritt Dienst im Stadtmuseum an


Dr. Constanze Döhrer (3.v.l.) wurde von Bürgermeister Lothar Christ (M.) und der kommissarischen Dezernentin Liane Jäger als Museumsleiterin willkommen geheißen. Eva Berger (r.), Gabriele Weckermann, Margot Piechota (v.l.) und Fitz Fischer gehören zum Team, der Heimatvereinsvorsitzende Willi Lülf vertrat den Kreis der Freunde und Unterstützer des Hauses.

WERNE - Wernes Museum steht seit Freitag. 01. Juli 2016, unter neuer Leitung: Dr. Constanze Döhrer hat die Nachfolge von Heidelore Fertig-Möller angetreten und durch Bürgermeister Lothar Christ einen herzlichen Empfang erfahren. Willkommensworte, Blumen – das gehört bei der Begrüßung in einem neuen Amt zum guten Ton.

Beim Pressetermin zum Dienstantritt von Museumsleiterin Dr. Constanze fügte er mit diplomatischen Worten über den Wert der Begegnungskultur in dieser kleinen Stadt noch eine klare Botschaft hinzu: Dass nach 37 Jahren Leitung durch Heidelore Fertig-Möller im Haus ein neuer Besen kehrt, ist kein Grund zur Sorge, dass nun Liebgewonnenes gleich hinweggefegt wird

So war auch der Heimatvereinsvorsitzende und Fördervereinsmitglied Willi Lülf, neben dem gesamten Team, zur Vorstellung der 34-jährigen Historikerin aus Unna dorthin geladen, wo Christ wie Döhrer auch künftig eine Stätte der Begegnung sehen: In die Westfälische Stube, gleichsam Wohnzimmer der Werner Heimatfreunde. Das soll es auch bleiben, steht die „gute Stube“ doch sinnbildlich für die Vernetzung des „kleinen schmucken Museums, auf das wir alle stolz sind“, so Christ.

Dieses Haus hat eine Fülle interessanter Objekte, die Westfälische Stube mit der Upkammer gehört sicher dazu“, sagte Döhrer. „Die für ein kleines Haus teils erstaunlichen Objekte sind es auch, die mir am Herzen liegen. Es hat daher auch gar keinen Sinn, die Hauptsammlung auf den Kopf zu stellen.“

Und doch ermunterte der Bürgermeister die neue Museumschefin, „mit unverstelltem Blick“ auf das Gewohnte zu schauen, um Neues zu schaffen. „Aber gut’ Ding will Weile haben“, schob er nach. Also: Erst einmal ankommen und sich mit dem Haus vertraut machen. Wenn im September der Kulturauschuss tagt, soll Döhrer erste Ideen skizzieren.

Was dann kommt, muss nicht gleich ins Geld gehen, bringt aber die perspektivische Frage danach mit sich: Was kann und will die Stadt sich leisten? Was ermöglichen Fördertöpfe, Sponsoren und der Förderverein unter neuer Führung durch die alte Museumschefin

Unabhängig davon ist der Schwerpunkt auf Angebote für Kinder und Jugendliche für die neue Leiterin weiter gesetzt. Die ansprechende Vermittlung der Inhalte treibt sie um. Schon aus eigener Erfahrung in jenen Jahren, in denen die Tochter eines kulturbeflissenen Lehrerehepaares die historischen Welten für ihr Leben entdeckte: „Immer interessant, aber es fehlte of an guter Vermittlung.“ Also studierte sie neben Vor- und Frühgeschichte sowie Archäologie auch Kommunikationswissenschaften, um es einmal besser zu machen.

Moderne Technik soll dabei eine Rolle spielen, auch dafür wird das Haus gerade WLan-fähig gemacht, wie Christ anmerkte. Döhrer kann sich vorstellen, mit punktuellen Angeboten mehr Leute ins Haus zu holen: „Warum nicht die Bürger am Freitag nach Feierabend einladen, um bei Kaffee und Kuchen ein bestimmtes Objekt näher vorzustellen? Ins Museum zu kommen heißt nicht, dass man drei Stunden bleiben und alles ansehen muss. Eine Viertel- oder Halbestunde sind auch okay.“ Also: Man sieht sich im Museum.

Mit Material des Westfälischen Anzeigers


Ihr Standort:   Start