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23.09.2016 10:05 Alter: 1 year

Museum und Flüchtlingshilfe arbeiten an neuem Projekt


Stellten das Herbstferienprogramm im Museum vor: Dr. Hermann Steiger und Ursula Rinnen (Flüchtlingshilfe), André Siegel und Dr. Constanze Döhrer (Museum) und Flüchtlings-Sozialarbeiter Markus Niebuhr.

 

WERNE - Es ist ein Experiment: Das Stadtmuseum und die Flüchtlingshilfe wollen in den Herbstferien Werner Kinder und Jugendliche mit jungen Flüchtlingen zusammenbringen und in Projekten Geschichte erlebbar machen. Dabei können sie ihre Wurzeln entdecken und erfahren, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt.

Anmeldungen für dieses ungewöhnliche Herbstferienprogramm werden ab sofort im Museum entgegengenommen. „Ich bin sehr gespannt auf dieses Experiment“, sagte Museumsleitern Dr. Constanze Döhrer, zusammen mit Flüchtlings-Sozialarbeiter Markus Niebuhr sowie Ursula Rinnen und Dr. Hermann Steiger von der Flüchtlingshilfe vorstellte, was in den zwei Ferienwochen im Museum passieren soll. Verantwortlich für das Programm ist André Siegel. Der Student für Geschichte und Archäologie der Uni Münster absolviert ein Praktikum im Museum und hat das Konzept entwickelt. Er betreut die Kinder- und Jugendgruppen gemeinsam mit Dolmetschern der Flüchtlingshilfe.

Für vier Altersgruppen bietet Siegel Projekte an: 

Gemeinsame Wurzeln entdecken: Vier- bis sechsjährige Kinder beschäftigen sich mit der magischen Malerei der Steinzeit und stellen dabei fest, dass alle Menschen die gleichen Vorfahren haben: die ersten Vertreter der Gattung Homo Sapiens in Afrika. Eindrucksvolle Kunstwerke aus dieser Zeit sind die Höhlenmalereien, die überall auf der Welt gefunden werden. Die Kinder können selbst zu Höhlenforschern werden und erzählen, welche Tiere sie erkennen.

Gemeinsame Themen entdecken: Sieben- bis zehnjährige Kinder erleben beim Gang durch das Museum einen Abriss der Werner Geschichte, von den ersten Jägern und Sammlern bis zur Neuzeit. Die kleinen Forscher sollen dabei mit Klebezetteln markieren, von welchen Dingen sie glauben, dass es sie überall auf der Welt gibt. Anschließend malt jedes Kind ein Bild zu einem Menschheitsthema seiner Wahl. Die Bilder werden für vier Wochen neben den Objekten ausgestellt.

Gemeinsame Kommunikation entdecken: Elf- bis 14-Jährige entdecken im Museum mit einem Forscherheft verschiedene Symbole und notieren ihre Bedeutungen. Danach werden gemeinsame Symbole gesucht, die die Kulturen verbinden. Kulturen verbinden Dazu zählen Bilder, Gesten und Gegenstände. Anschließend schreiben die Jugendlichen einen kurzen Museumstext für ein Objekt ihrer Wahl aus dem Blickwinkel des Objektes, nach dem Motto: wenn Dinge sprechen könnten. Der Text verbleibt für vier Wochen am Objekt.

Gemeinsam Kultur schaffen: In diesem Workshop werden Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren, die erst vor kurzem nach Werne gekommen sind, aufgefordert, in der fremden Welt des Stadtmuseums Vertrautes wiederzufinden. Die Informationen werden anschließend zusammengetragen und mit Werner Schülern aufgearbeitet, so dass die Teilnehmer in der Lage sind, zu diesen Objekten Führungen für andere Werner Jugendliche zu geben. Dazu sollen vor den Weihnachtsferien Schulklassen eingeladen werden. Ein Zusatzangebot gibt es für Eltern von kleinen Kindern: Während die Kleinen im Kinderladen Löwenburg spielen, lernen sie selber in einem Kurzvortrag etwas über die Werner Stadtgeschichte.

Dr. Constanze Döhrer und ihre Mitstreiter hoffen, dass sich viele Familien an der Aktion beteiligen. „Dieses Ferienprogramm lebt davon, dass Flüchtlinge und Werner Kinder und Jugendliche etwas gemeinsam tun“, so die Museumsleiterin. Die Termine für die einzelnen Workshops werden erst dann festgelegt, wenn die Anmeldungen für das Angebot vorliegen.

Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum unter Tel. 780 773 oder E-Mail an museum@werne.de entgegen.


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