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31.01.2017 12:03 Alter: 28 days

Stadtbücherei bei der "Nacht der Bibliotheken" dabei


Wernes Stadtbücherei verzeichnet immer mehr Besucher. Insofern ist das Motto der nächsten landesweiten „Nacht der Bibliotheken“ der hiesigen Einrichtung wie auf den Leib geschnitten. Es lautet „The place to be!“ und rückt die Bibliothek als gefragten Ort zum Treffen und Lernen in den Mittelpunkt. Zugleich ergeht die Einladung an alle vorbeizuschauen – so eben auch am Freitag, 10. März.

Das Werner Haus am Moormannplatz hat dann dreieinhalb Stunden länger geöffnet, bis um 21.30 Uhr, und der hiesige Buchhändler Hubertus Waterhues präsentiert im Vorfeld der Leipziger Buchmesse seine persönlichen Lese-Highlights.

Die „Nacht der Bibliotheken“ findet alle zwei Jahre statt. Für Wernes Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann ist sie willkommener Anlass, den Fokus aufs Angebot zu richten. Kleines Bonbon für die Noch-nicht-Kunden: Sie können sich an dem Tag ab 18 Uhr einen Schnupperausweis holen, der für drei Monate gültig ist und nach dieser Zeit einfach ausläuft.

Die Stadtbücherei zählte 2016 rund 3 500 aktive Nutzer. Die Zahl der Ausleihen ist laut Schürkmann zwar zurückgegangen, dafür habe sich die Besucherfrequenz deutlich erhöht. Etwa 36 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hätten den Weg in die Einrichtung gefunden; rund 5 000 mehr als im Vorjahr und im Schnitt über 150 pro Öffnungstag.

Mehr als nur eine Bücherausleihe

Den Trend, dass Menschen nicht nur zur Ausleihe in die Bücherei kommen, sondern sich dort häufiger und länger aufhalten, gebe es nicht nur in Werne, sagt Schürkmann. Man beobachte verstärkt Geflüchtete, die hier lernen, Schüler, die Hausarbeiten erledigen und auch Menschen, die zur täglichen Lektüre der Zeitung die Bücherei aufsuchen.

Auch der vor einigen Monaten neu gestaltete Jugendbereich habe zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität beigetragen. Zu der Buchvorstellung kommt es in der „Nacht der Bibliotheken“ ab 19.30 Uhr.

Schwerpunkt liegt auf belletristischer Literatur

Waterhues, Inhaber von Bücher Beckmann, will in rund ein Dutzend Werke einführen, die ihn beim Lesen besonders angesprochen haben. „Der Schwerpunkt liegt sicher auf belletristischer Literatur“, kündigt er an. Aber es könne auch um Sachbücher gehen.

In jedem Fall werde er mit Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum einen Reprint der Luther-Bibel von 1534 mitbringen, der allein optisch heraussteche. Auf den anstehenden Bücherfrühling könne man sich insgesamt freuen, meint Waterhues.

Was im Umfeld der Leipziger Buchmesse ins Verkaufsregal gelange, sei teils hochinteressant. Dabei gebe es nicht nur Highlights wie etwa Paul Austers neues Werk. Vielmehr gehe das Angebot sehr in die Breite.

Waterhues nimmt sich nach eigenen Worten vor, jede Woche zwei Bücher zu lesen. Als Buchhändler erhält er oft schon drei, vier Monate vorher mehr oder weniger redigierte Leseexemplare.

„Das Buch muss sich wieder beweisen“

Der verstärkten Nachfrage nach eBooks kann er durchaus etwas abgewinnen. Sie habe dazu geführt, dass sich die Verlage bei der Gestaltung der Print-Ausgaben viel mehr Mühe machten. „Das Buch muss sich wieder beweisen.“

Schirmherr der „Nacht der Bibliotheken“ ist Martin Schulz, zuletzt Präsident des Europäischen Parlaments und mittlerweile designierter SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat der Partei. Er würdigt Bibliotheken als „wichtige Orte des sozialen Miteinanders und der Begegnung, an denen Menschen sich austauschen, vernetzen und besser kennenlernen können“.


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