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05.12.2017

Stadtbücherei fördert die Inklusion

Selma Brand (r.) von der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW vermittelte Begleitern und Besuchern des Schach-Cafés den Einsatz von Tablets in der inklusiven Medienarbeit. Für die Bücherei war Youssra Kassani (l.) dabei.

Ein offenes Haus für alle Menschen soll Wernes Stadtbücherei sein, da würde ein inklusives Angebot für junge Leute mit und ohne Behinderung die Angebotsvielfalt gut ergänzen. Deshalb haben die Verantwortlichen nicht lange gezögert, als sich über die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Lokale Medienarbeit NRW die Chance bot, in Kooperation mit dem inklusiven Schach-Café ein Medien-Coaching ins Haus zu holen. Selma Brand, Leiterin des LAG-Projektes „Nimm!“ (Netzwerk Inklusion mit Medien) legte mit einem Workshop den ersten Grundstein.

„5 Stunden für Inklusion“ heißt das kostenfreie Angebot, mit dem Brand Gruppenleitern, Betreuern und Mitarbeitern Grundlagen inklusiver Medienarbeit vermittelt. Im Kern geht es darum, ohne große Hürden jedem einen Zugang zur kreativen Beschäftigung mit digitalen Medien zu verschaffen – etwa am Tablet-Computer. So ging es mit Schach-Café-Stammgästen und ihren Begleitern ganz praktisch um die Möglichkeiten, mit Emotionsfotos Collagen zu erstellen, Videoclips zu drehen oder sich mit den beim Schach-Café beliebten Brettspielen zu beschäftigen. 

Pilot-Bücherei

Als Pilot-Bücherei im Projekt Sommerleseclub ist die Werner Bücherei ohnehin mit zwei iPads ausgestatten worden. „Wir werden zum Sommer zwei weitere erhalten“, berichtete Marion Gloger, die das Vorhaben im Haus betreut. „Da kann man schon einiges drehen oder aufnehmen. Außerdem haben wir einen Green-Screen für die Hintergrundprojektion von Bildern“, so Gloger. In der Praxis werde sich zeigen, ob noch etwas benötigt wird. In dem einst von der Initiative W.I.B.K.E. mit Fördermitteln ins Leben gerufenen Schach-Café treffen sich nun in städtischer Regie behinderte und nichtbehinderte junge Menschen zur Freizeitgestaltung: immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr im Jugendzentrum Juwel.

Treffen werden verlegt 

Nachdem erfolgversprechenden Auftakt kann sich Leiterin Mareike Biethmann gut vorstellen, auf Glogers Einladung einzugehen und pro Monat eines der Treffen demnächst in die Stadtbücherei zu verlegen. „Wir sind ein Haus für alle und versuchen so, auch Menschen anzusprechen, die sonst nicht unbedingt in die Bücherei kommen“, erläuterte Gloger. Die Begegnung im öffentlichen Raum biete dem Schach-Café auch mehr Möglichkeiten wahrgenommen zu werden und den Jugendlichen die Chance, auf andere junge Leute zu treffen.



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