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28.02.2013

Neues Regenrückhaltebecken wird am Lindert angelegt

An der Ottostraße ist der Piepenbach schon des Öfteren über die Ufer getreten. Zwar können die Durchlässe optimiert werden, zur Vergrößerung des Bachbetts fehlt jedoch der Platz. Das neue Rückhaltebecken soll dafür sorgen, dass die Wassermengen hier kontrolliert ankommen.

 

WERNE. Dortmund hat seinen Phönixsee, Münster seinen Aasee – und Werne bald einen „Lindertsee“. Aber nur etwa fünf bis zehn Tage im Jahr. So oft wird den Berechnungen nach das Hochwasserrückhaltebecken gefüllt sein, das im nächsten Jahr zwischen dem Minigolfplatz am Goetheweg und dem weiter östlich gelegenen Kunstrasenplatz entstehen soll.

 Wilko Böcker, Leiter der Stadtentwässerung, stellte das mit 1,7 Millionen Euro bezifferte Bauprojekt vor. Nötig sei es, weil es in den vergangenen Jahren entlang des Piepenbachs immer wieder zu Überschwemmungen vor allem an der Ottostraße gekommen sei, der Bachlauf selbst und seine Durchlässe jedoch angesichts räumlicher Gegebenheiten nicht einfach vergrößert werden könnten. Außerdem sei künftig mit erhöhten Wassermengen zu rechnen: weil ein Regenüberlauf am Goetheweg aktiviert werden müsse und weil damit zu rechnen sei, dass in ein paar Jahren auch vermehrt Oberflächenwasser der L?518?n in diese Richtung abfließt.

Eigentlich soll es an Ort und Stelle in den Gräben versickern. Dies geschieht laut Böcker aktuell auch. Dank so genannter Kaskaden, jede Menge speziell angelegter kleinerer Becken, die voll- und dann überlaufen. Das Probleme: Irgendwann haben sie sich mit Feststoffen gefüllt, der Bagger rollt an – „und irgendwann haben wir einen ganz normalen Straßengraben“, verdeutlicht Böcker.

Das Hochwasserrückhaltebecken wird seinen Worten nach 1,20 Meter tief und fasst 9?000 Kubikmeter. Das Oberflächenwasser kann hier aufgefangen und gedrosselt abgeleitet werden. Dass eine Geruchsbelästigung von der künftigen Auenlandschaft ausgehen könnte, glaubt Böcker nicht. „Darüber brauchen sich die Anwohner keine Sorgen zu machen.“

In Vorbereitung auf das Bauvorhaben wurde bereits im vergangenen Jahr eine baufällige Scheune am Goetheweg abgerissen; die Planungen selbst hatten 2008 begonnen. Im Zuge der Arbeiten sollen die Piepenbach-Durchlässe am Fürstenhof, an der Ludgeristraße, am Grevinghof, am Lindert und am Goetheweg optimiert werden. Der Durchlass unterhalb der Bahnlinie ist laut Böcker ausreichend dimensioniert.

Als weitere Baumaßnahme will die Stadtentwässerung bis Ende dieses Jahres im Bereich Ronnenheideweg ein Regenklär- und ein Regenrückhaltebecken realisieren. Hintergrund: Bis dato fließt das Oberflächenwasser aus dem dortigen Gewerbegebiet ohne Vorbehandlung in den Felsbach. Dies sei künftig nicht mehr genehmigungsfähig, machte Böcker deutlich, wobei die aktuelle Genehmigung 2016 auslaufe.

Diese auf 736?000 Euro taxierte Maßnahmen (die Kosten für die Planung liegen aktuell bei rund 60?000 Euro) dienen laut Böcker auch dem Zweck, den am Standort ansässigen Unternehmen Perspektiven zur Erweiterung zu geben.

Mit Material des Westfälischen Anzeigers

 

 



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