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Positive Bilanz der Schachtzeichen-Aktion


WERNE ▪ Die gelben Ballone sind eingeholt und sorgsam verpackt. Ein Woche lang markierten sie quer durchs Revier als so genannte Schachtzeichen die früheren Standorte der Zechen. Auch Werne beteiligte sich an der künstlerischen Aktion, die als einer der Höhepunkte der Ruhr.2010 gilt.

 Für den Erfinder des Gesamtkunstwerks, Volker Bandelow, gab es jetzt eine hohe Auszeichnung, für die Macher vor Ort großes Lob für ihr Engagement. Denn den ausgebildeten Schachtzeichen-Helfern wurde im Laufe der Woche viel abverlangt – vor allen Dingen Muskelkraft. Immer wieder musste im Laufe der Woche die Kurbel gedreht werden, um den Ballon wegen der widrigen Wetterumstände vom Himmel zu holen.

Dieses Hin und Her trübt ein wenig die Bilanz, die Schachtzeichen-Betreuer Jürgen Bartkowiak vom THW gestern zog. Gemeinsam mit Andrea Beier, Martin Bruns und Andreas Beermann war er für den ordnungsgemäßen Betrieb der symbolträchtigen Aktion verantwortlich. Und der Tagesablauf auf dem Zechengelände war geprägt von den SMS-Kurzmitteilungen, die das zentrale Schachtzeichen-Büro immer wieder absetzte. Denn Regen und Sturm machten es erforderlich, dass die Ballone im gesamten Ruhrgebiet nicht auf die volle Höhe von 80 Metern aufgelassen werden konnten, am Boden bleiben oder eingeholt werden mussten. „Wir haben ganz schön gekurbelt“, sagte Bartkowiak.

Groß war die Enttäuschung, als die Aktion schon zwei Tage nach ihrem Start unterbrochen werden musste, weil der Ballon im Sturm einen Riss erhalten hatte. Dieses Schicksal teilte er übrigens mit 90 weiteren im Revier. „Die Ersatzbeschaffung hat aber prima funktioniert, und wir hatten nur einen Tag Ausfall“, erzählt Bartkowiak.

Nach dem gelungenen Auftaktfest am Pfingstsamstag, das von vielen hundert Bürgern besucht wurde, fühlten sich die Schachtzeichen-Helfer während der Woche auf dem Zechengelände aber einsam. „Es hätte mehr Programm geben müssen“, meint Bartkowiak. Enttäuscht ist der Schachtzeichen-Helfer auch, dass die Aktion in der Verwaltungsspitze nicht die nötige Resonanz gefunden hat. „Als wir am Pfingstsamstag um 12 Uhr den Ballon zum ersten Mal aufgelassen haben, war der Bürgermeister nicht dabei“, kritisiert Bartkowiak. Christ sei erst zur Eröffnung das Programms um 14 Uhr erschienen. Auch bei der Abschlussveranstaltung am Samstag habe er sich nicht sehen lassen. Bartkowiak: „Das hat uns schon geärgert.“

Geradezu beseelt vom Erfolg ist die Ruhr.2010-Koordinatorin der Stadtverwaltung, Gaby Kuschyk, obwohl das Wetter mehrfach dazwischenfunkte. „Sehr viele Akteure haben Hand in Hand daran gearbeitet“, lobt sie die ehrenamtlichen Helfer, die zum Gelingen des Programms am Eröffnungstag beigetragen haben. „Ob flöz k, Rotes Kreuz oder THW – alle haben an einem Strang gezogen“, so Kuschyk. Besonderes Highlight seien die Führungen über das Zechengelände gewesen, bei denen den Besucher auch ein seltener Blick in die alte Turnhalle gewährt worden sei. Während der Woche hätten auch viele Schulklassen davon Gebrauch gemacht.

Kuschyk ist überzeugt, dass die Schachtzeichen für das Revier als nachhaltiger Erfolg verbucht werden können: „Die Ballone haben den Menschen deutlich gemacht, wo es überall Zechen gegeben hat.“ Sie geht davon aus, dass auch das nächste Wochenende ein großes Ereignis wird, wenn sich mehrere hundert Sängerinnen und Sänger aus Werne und den Partnerstädten Kyritz und Poggibonsi am „Day of Song“ in Gelsenkirchen beteiligen und dazu an mehreren Tagen ein umfangreiches Programm in Werne gestalten. ▪ kb

 

 

 

 

 

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Projektverantwortliche:

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailHeidelore Fertig-Möller, Stadt Werne / Karl-Pollender-Stadtmuseum

Kurzbeschreibung:

Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europa 2010 werden über 380 ehemaligen Schachtanlagen im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus in der Zeit von 22.-30. Mai 2010 gelbe Ballons von 3,70 Durchmesser schweben. In bis zu 80 Metern Höhe sollen die ca. 14 Kilogramm schweren, mit Helium gefüllten Ballons auch am ehemaligen Standort der Zeche Werne, Schacht I und II, und, wenn möglich, in Stockum am früheren Schacht IV zu sehen sein.  „Das Bild mit den fast 400 Ballons wird um die ganze Welt gehen“, ist sich Dr. Volker Badel  sicher. Es soll mit dieser Aktion auf die alte Bergbautradition des Ruhrgebietes und seinen anhaltenden Strukturwandel hingewiesen werden.

Alle vorgesehenen Standorte für die gelben Ballons wurden hinsichtlich der Sicherheit und auch der historischen Komponente ausgewählt, u.a. muss die Schachtanlage vor 1910 entstanden sein. Werne im Kreis Unna wird hierbei eine der nördlichsten Positionen einnehmen.

Das Projekt SchachtZeichen soll auch als große „Mitmach-Aktion“ konzipiert werden, so dass sich Vereine, Institutionen, aber auch Privatpersonen beteiligen können, vor allem auch bei der Eröffnung am Pfingstsamstag, den 22. Mai 2010.

Diese Eröffnungsfeierlichkeiten werden hier in Werne auf dem Zechengelände stattfinden – das DRK hat bereits seine Beteiligung zugesagt.

Die Plattform unter den Ballons soll auch als Forum genutzt werden, um sich mit der Geschichte der jeweiligen Zeche vertraut zu machen, z. B. mit einer kleinen Ausstellung.

Auch Sponsoren können sich dort präsentieren. Vielleicht ist es in Werne möglich, die alte Turnhalle auf dem Zechengelände als Ausstellungs- und Veranstaltungsort während der Pfingstwoche im Mai 2010 zu nutzen.

Zeitraum: Samstag, 22. Mai 2010 bis Sonntag, 29. Mai 2010   Leitet Herunterladen der Datei einFlyer Schachtzeichen 

 

www.schachtzeichen.de

Ihr Standort:   StartKulturhauptstadt/Ruhr.2010 / Projekt : Schachtzeichen