Straßenwärter/in
Kurzbeschreibung der Tätigkeiten:
Die Hauptaufgabe der Straßenwärter/innen ist die Kontrolle der Verkehrswege auf Schäden. Sie warten diese und halten sie instand. Somit sorgen sie für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Sie sichern zum Beispiel Baustellen oder Unfallstellen ab und stellen Verkehrsschilder auf. Die Wartung und Reparatur der Verkehrschilder gehört ebenfalls zu den Tätigkeiten der Straßenwärter/innen. Außerdem beseitigen sie Verschmutzungen, reparieren Fahrbahndecken und pflegen Grünflächen wie zum Beispiel Verkehrsinseln und städtische Spielplätze. Eine weitere Aufgabe ist der Räum- und Streudienst im Winter. Zusätzlich reinigen und warten Straßenwärter/innen die Entwässerungseinrichtungen.
Persönliche Voraussetzungen:
- Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Gefahrenquellen)
- Handwerkliches Geschick (Umgang mit Werkzeugen)
- Technisches Verständnis (Umgang mit Maschinen)
- Teamfähigkeit (Arbeit in Gruppen/Kolonnen)
- Flexibilität (wechselnde Arbeitsorte)
- Mathematische Kenntnisse und räumliches Denkvermögen
- Verantwortungsbewusstsein
- Fähigkeit sorgfältig und selbständig zu arbeiten
- Geistige und körperliche Fitness (Arbeit im Freien)
Schulische Voraussetzungen:
- Hauptschulabschluss
Praktische Ausbildung:
Die Ausbildung zum/zur Straßenwärter/in dauert 3 Jahre. Während der Ausbildung finden überbetriebliche Lehrgänge in Hamm und in Warendorf statt. Hier und während des täglichen Einsatzes am Arbeitsplatz erlernt man die praktischen Fähigkeiten. Während der Ausbildung erwirbt man den Führerschein der Klasse CE (LKW-Führerschein), der Voraussetzung für die Zulassung zur Gesellenprüfung ist.
Lehrgänge:
- Radladerschein
- Kettensägenschein
- Pflaster-, Mauer-, und Vermessungslehrgänge
- Grünpflegelehrgänge
(z.B. Anlegen und Pflegen von Rasenflächen, Umgang mit Geräten und Maschinen)
- Verkehrssicherungslehrgänge
- Betoninstandsetzung (Bau und Instandsetzungsarbeiten an Bauwerken)
Schulische Ausbildung:
Die schulische Ausbildung findet am Hellweg Berufskolleg in Unna statt. Der Unterricht erfolgt an 1-2 Tagen in der Woche. Die Lernfelder in denen man unterrichtet wird sind:
- Erfassen der verkehrs- und wegerechtlichen Bestimmungen
- Instandhalten einer Pflasterfläche
- Herstellen eines Bauteils aus Stahlbeton
- Mauern eines Baukörpers
- Instandhalten von Bauteilen aus Holz und Metall
- Planen einer Straße
- Beschildern und Markieren von Straßen
- Absichern von Arbeits- und Gefahrenstellen
- Instandhalten eines Erdbauwerks
- Anlegen und Pflegen von Grünflächen
- Instandhalten von Entwässerungseinrichtungen
- Instandhalten von Verkehrsflächen aus Asphalt
- Instandhalten von Bauwerken und Betonfahrbahnen
- Durchführen des Winterdienstes
Aufstiegsmöglichkeiten:
Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit, zum/zur Kolonnenführer/in bzw. Vorarbeiter/in aufzusteigen.
Nach dreijähriger Berufstätigkeit kann die Meisterprüfung abgelegt werden.
Arbeitsentgelt (Brutto):
ab 01.01.2010 ab 01.01.2011 ab 01.08.2011
1. Ausbildungsjahr: 695,59 € 699,76 € 703,26 €
2. Ausbildungsjahr: 744,98 € 749,45 € 753,20 €
3. Ausbildungsjahr: 790,30 € 795,04 € 799,02 €
Das Wappen:
1988 wurde den Straßenwärtern ein Berufszeichen gestiftet. Es zeigt den Horizont und das Betätigungsfeld der Straßenwärter: Straße und Landschaft.
Die historische Darstellung des Rades verweist auf den Straßenverkehr, die Darstellung des Eiskristalls auf die besonderen Erschwernisse des Straßenbetriebsdienstes bei der Bekämpfung von Schnee und Eis. Ein Mehrzweckfahrzeug - meist Unimog- steht für die Technologisierung und Motorisierung der Berufsarbeit der Straßenwärter/innen.
Wer einen Einblick in den Beruf bekommen möchte, kann jederjzit ein Praktikum am Bauhof der Stadt Werne durchführen.
Bei weiteren Fragen zum Praktikum oder zur Ausbildung steht Ihnen die Ausbildungsleiterin Manuela Hahne (Tel. 02389/71321) gerne zu Verfügung.
Leider müssen wir euch mitteilen, dass für das Jahr 2010 schon alle Ausbildungsstellen belegt sind.
