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„Unsere Nachbarschaft ist #StärkerAlsGewalt“

03.11.2020

„Unsere Nachbarschaft ist #StärkerAlsGewalt“

Bundesweiter Aktionsmonat gegen häusliche Gewalt

Die Corona-Krise schränkt das tägliche Leben stark ein. In dieser schwierigen Situation steigt das Risiko für eine Zunahme häuslicher Gewalt. Gleichzeitig wird es für Betroffene schwieriger, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch Familie, Freunde und Nachbarschaft sind in dieser herausfordernden Zeit unsicher, an wen sie sich wenden können.

Aufgrund der Einschränkungen des täglichen Lebens in der Coronakrise steht der November 2020 ganz unter dem Motto „Unsere Nachbarschaft ist #StärkerAlsGewalt“! Im Mittelpunkt steht der Zusammenhalt der Nachbarschaft in den Kommunen um Gewalt zu erkennen, Betroffene zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, sich aus der Gewaltsituation zu befreien.

Opfer von Partnerschaftsgewalt sind zu über 81 Prozent Frauen. Fast die Hälfte von ihnen hat in einem gemeinsamen Haushalt mit dem Tatverdächtigen gelebt. Das zeigt die aktuelle Kriminalstatistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes. Demnach wurden 2018 insgesamt 140.755 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt. Knapp 114.393 Opfer waren weiblich. Die Statistik erfasste folgende versuchte oder vollendete Delikte gegen Frauen:

  • Vorsätzliche, einfache Körperverletzung: 68.500 Fälle
  • Gefährliche Körperverletzung: rund 12.100 Fälle
  • Bedrohung, Stalking, Nötigung: 28.700 Fälle
  • Freiheitsberaubung: 1612 Fälle
  • Mord und Totschlag: 324 Fälle

Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,4 Prozent weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 88,5 Prozent. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 77 Prozent der Opfer Frauen.

Wie kann das Umfeld häusliche Gewalt erkennen?

Eine Freundin, Verwandte oder Kollegin zieht sich plötzlich von ihrem sozialen Umfeld zurück. Sie wirkt unsicher, nervös oder gereizt. Auch plötzliche Gewichtsveränderungen oder ein erhöhter Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol, Zigaretten oder Tabletten treten auf. Ständige Erschöpfung oder Verletzungen können ebenfalls Warnsignale sein.

Häufig liefert auch die Lebenssituation eines Paares Hinweise. Zu häuslicher Gewalt kommt es oft im Zusammenhang mit Veränderungen wie der Geburt eines Kindes, Arbeitslosigkeit oder einer Trennung sowie belastenden Umständen wie Schulden oder Suchterkrankungen. Kinder, die im Haushalt leben, sind ebenfalls hochgradig betroffen. Auch hier können die erwähnten Symptome auftauchen.

Wer hilft in Fällen häuslicher Gewalt?

  • In bedrohlichen Situationen gilt: Sofort den Notruf der Polizei 110 wählen. Dabei muss es noch nicht zu körperlicher Gewalt gekommen sein. Es reicht, dass die Situation als bedrohlich empfunden wird.
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet eine kompetente, anonyme und kostenlose Beratung unter der Nummer 08000 116016. 
  • Frauen- und Mädchenberatungsstelle. Telefonische Beratung und Terminvereinbarung unter 02303 822 02 oder Online-Beratung unter www.frauenforum-unna.de
  • Frauenhäuser bieten Frauen und Kinder Schutz vor weiterer Gewalt. Frauenhaus Unna, Telefon: 02303 77 891-50.
  • Sind Kinder von häuslicher Gewalt betroffen, bieten die Jugendämter Beratungen an – auch anonym und telefonisch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, des Jugendamtes Werne sind über die zentrale Rufnummer 71-515 erreichbar.
  • Das Hilfetelefon "Gewalt an Männern" berät von häuslicher Gewalt betroffene Männer unter der Nummer 0800 1239900. 

Weitere Informationen finden Sie unterwww.stärker-als-gewalt.de

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Stadt Werne
Konrad-Adenauer-Platz 1
59368 Werne

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Telefon: 02389 71-1
Telefax: 02389 71-323
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