09. September 2025
Klimaschutzforum nimmt Starkregen und Hochwasser in den Blick

Feuerwehr-Chef Tobias Tenk gab greifbare Einblicke in die Folgen des Klimawandels in Werne
Das Klimaschutzforum der Stadt Werne hat sich am 2. September mit den wachsenden Herausforderungen durch Starkregen und Hochwasser befasst. Ein eindrücklicher Vortrag des Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Werne, Tobias Tenk, unterstrich die Dringlichkeit des Themas. Er betonte, wie entscheidend die individuelle und kommunale Vorsorge sind, um Schäden an Infrastruktur und privatem Eigentum zu minimieren. Anhand von zahlreichen Fotos aus Feuerwehreinsätzen der vergangenen Jahre konnten sich die Teilnehmenden ein Bild machen, welche Folgen Hochwasser und Starkregen in Werne haben können.
Klimaschutzmanagerin Louisa Rose erklärte den Teilnehmenden, wie die interaktiven Karten des Klimaatlas (Hochwassergefahrenkarte, Starkregengefahrenhinweiskarte) funktionieren und interpretiert werden können. Anschließend gab es Raum für Diskussion und Anregungen.
Anregungen des Forums unterstützen Verwaltung und Politik
Die 12 Teilnehmenden des Forums wurden aus insgesamt 70 Bewerberinnen und Bewerbern ausgelost. Ihr Ziel ist es, die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger stärker in die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt einzubeziehen und den Austausch in Klimafragen zu fördern. Die Erkenntnisse und Ideen aus den letzten beiden Treffen werden im kommenden Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz der Politik vorgestellt. Die Verwaltung nutzt die Anregungen aus dem Forum zudem für eigene Planungen und Veranstaltungen.
Infoabend zum Thema Starkregenvorsorge
Am 18. September von 18:00 bis 19:30 Uhr bietet die Stadt Werne einen kostenlosen Online-Infoabend an. Die Anmeldung erfolgt über das Kursprogramm der VHS Werne.
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Steigende Gefahren durch den Klimawandel – auch in Werne

Aufgrund des Klimawandels nehmen die Gefahren durch Starkregen und Hochwasser stetig zu. Gewässer wie Lippe, Horne und selbst der Piepenbach können bei länger anhaltendem Regen über die Ufer treten und Schäden an Gebäuden, Straßen und Versorgungsnetzen verursachen. Vom Hochwasser Ende Dezember 2023 war beispielsweise die Freilichtbühne stark betroffen, und mit der Kamener Straße musste ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zeitweise gesperrt werden.
Extreme Starkregenereignisse sind in Deutschland zwar immer noch recht selten, werden jedoch infolge des menschengemachten Klimawandels wahrscheinlich häufiger vorkommen. Zunehmende Trockenheit im Sommer und punktuelle Starkregen-Ereignisse schließen sich dabei nicht gegenseitig aus. Starkregen kann katastrophale Folgen haben. Das hat der Sommer 2021 gezeigt, als in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehr als 180 Menschen ihr Leben verloren. Viele weitere Menschen wurden verletzt oder verloren ihr Zuhause, es entstanden große Schäden an Straßen, Brücken und Infrastruktur.
Wo Bürgerinnen und Bürger sich informieren können

Starkregen- und Hochwassergefahrenkarten
Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Risiken an ihrem Wohnort informieren möchten, finden nützliche Ressourcen online. Der KlimaAtlas NRW bietet eine Starkregen- und Hochwassergefahrenkarte, die potenziell gefährdete Gebiete anhand statistischer Daten und Höhenmessungen visualisiert.
Vorsorge und Selbstschutz
Darüber hinaus stellen das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Bundesumweltministerium umfassende Informationen und Empfehlungen zur persönlichen Vorsorge bei Starkregen und Hochwasser bereit. Diese Websites bieten zudem konkrete Hinweise, wie man sich und sein Eigentum schützen kann.
Zusammenhänge verstehen
Anschauliche Informationen zum Zusammenhang von Starkregen, Hochwasser und Klimawandel gibt es in der ZDF-Story „Klimawandel: Wo das Wetter in Deutschland noch extremer wird“.