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23. Oktober 2025

Sim-Jü 2025 – Blick hinter die Kulissen

Ordnungskräfte auf der Sim Jü

Für die Sim-Jü-Kirmes sind Jahr für Jahr unzählige haupt- und ehrenamtliche Kräfte im Einsatz. Ohne sie wäre unsere Traditionskirmes nicht möglich. Wir geben einige Einblicke hinter die Kulissen.

Das Ordnungsamt koordiniert und organisiert

Sim-Jü-Ordner

Beim Ordnungsamt laufen alle Fäden der Kirmesorganisation zusammen – insbesondere bei Dezernentin Kordula Mertens, Ordnungsamtsleiterin Petra Jäger und Marktmeister Rudolf Meisner. Petra Jäger, Leiterin des Ordnungsamtes sagt:

„Das ganze Jahr über haben wir Sim-Jü im Blick. Gerade bei den Großfahrgeschäften muss rechtzeitig geschaut werden, wo sie hinpassen – hier schließen wir die Verträge schon zu Beginn des Jahres ab. Die kleineren Fahrgeschäfte kommen dann ein halbes Jahr vorher hinzu, die Beschicker des Krammarktes drei bis vier Monate vorher.“

Je näher der Termin rückt, desto voller wird der Terminkalender im Ordnungsamt. Das Team koordiniert die gesamte Kirmesplanung von den Standorten der Fahrgeschäfte über das Sicherheitskonzept bis hin zur Organisation des Krammarktes.

Und sobald die Sim-Jü abgeschlossen ist, gehen die Planungen bereits in die nächste Runde: Schon im Vorjahr starten die Vorbereitungen für die nächste Kirmes. Bis zum 31.12. ist Bewerbungsschluss für die Schausteller. Im Januar trifft sich dann das Gremium Sim-Jü-Kirmes, bestehend aus interessierten VertreterInnen aus Politik und Verwaltung sowie dem Marktmeister, und entscheidet über die Großkarussells und Neuheiten.

Das Besondere in diesem Jahr: Für Dezernentin Kordula Mertens, den ehemaligen Ordnungsamts-Chef Werner Kneip und den Außendienst-Mitarbeiter Manfred Göller wird es die letzte Sim-Jü-Vorbereitung im aktiven Dienst gewesen sein. Jürgen Menke, langjähriger Marktmeister im Ordnungsamt, wurde extra aus dem Ruhestand zurückgeholt, um einen Personalengpass aufzufangen. Das sind viele Jahrzehnte geballte Sim-Jü-Erfahrung!

Der Baubetriebshof rüstet die Innenstadt

Baubetriebshof Sim-Jü-Vorbereitung

Ohne den Baubetriebshof keine Sim-Jü. Denn dieser rüstet den gesamten Innenstadtbereich für die vier Kirmestage: Die Teams montieren auf den Hauptwegen alle Fahrradständer, Papierkörbe, Blumenkübel und Bänke ab, entfernen Verkehrszeichen und bringen unzählige neue Schilder an. Die Straßeneinläufe werden gesäubert, Sträucher werden geschnitten und Holzhäcksel auf die Blumenbeete aufgebracht, um sie begehbar zu machen. Es werden Absperrungen aufgestellt, Hindernisse wie Fahnenstangen oder Poller aus dem Weg geräumt, Umleitungen und Halteverbote eingerichtet.

Und das sind nur einige Beispiele: Der Baubetriebshof hat eine lange Liste an kleineren und größeren Aufgaben, die die verschiedenen Teams bis zur Sim-Jü abgehakt haben müssen. All das tun sie in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt und dem Straßenverkehrsamt.

Detlef Bruns, Leiter des Baubetriebshofes, erklärt:

„Sim-Jü beginnt für uns schon Wochen, bevor das erste Karussell die Lichter einschaltet. In der Woche vor dem Start sind praktisch alle Mitarbeitenden des Baubetriebshofes im Einsatz, um die Stadt auf das Volksfest vorzubereiten.“

Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst sind jederzeit einsatzbereit

Um auch während der Kirmestage ein schnelles Eingreifen ermöglichen zu können, wechselt die Freiwillige Feuerwehr Werne während der Stoßzeiten der Kirmes in den „Berufsfeuerwehr-Modus“. Damit der erste Löschzug spätestens zwei Minuten nach Alarmierung ausrücken kann, ist die Innenstadtwache mit elf bis dreizehn ehrenamtlichen Kräften und drei Fahrzeugen (Einsatzleitwagen, Löschfahrzeug, Drehleiter) besetzt. Dies verkürzt die Ausrückzeiten, da die Ehrenamtlichen nicht von Zuhause durch die kirmesbedingt gesperrte Innenstadt fahren müssen. Der Rettungsdienst ist wie gewohnt besetzt, um im Notfall eingreifen zu können.

Rettungskräfte Sim Jü

Ein Hauptaugenmerk der Feuerwehr liegt auf den Rettungswegen. Durch die vorherige Befahrung des Kirmesgeländes in der historischen Altstadt wird garantiert, dass die Großfahrzeuge der Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes trotz der aufgebauten Fahrgeschäfte jederzeit jeden Ort erreichen können.

Kontrolliert werden auch die engen Baugebiete, falls Kirmesbesucher ihre Fahrzeuge nicht auf den ausgeschilderten freien Parkplätzen rund um das Kirmesgelände (Stadthaus-Parkplatz, Busbahnhof, Schlot, Heckhof, Alte Münsterstraße und Bült) abstellen und somit die Rettungswege behindern. Zusätzlich unterstützt die Feuerwehr zusammen mit der Polizei das Ordnungsamt bei der Absicherung des Feuerwerks am Montagabend.

Mehr lesen Sie in der folgenden Pressemitteilung:

Bauordnung hat Karussells und Rettungswege im Blick

Damit die Lichter leuchten und die Karussells sich drehen können, ist im Vorfeld eine Menge Präzisionsarbeit der Schaustellerteams nötig. Alle großen Fahrgeschäfte und Zelte fallen unter die Kategorie „Fliegende Bauten“ – also temporäre Sonderbauten.

Gemeinsam mit dem TÜV-Nord nehmen zwei Mitarbeitende der Bauordnung die Großkarussells in den Blick. Nach dem Aufbau durchläuft jedes der Fahrgeschäfte eine Gebrauchsabnahme. Hier wird das Prüfbuch gecheckt und die Betriebs- und Standsicherheit stichprobenartig überprüft. Dieses Jahr bedeutet das: 27 Abnahmen, damit die Besucher ohne einen Gedanken an die Technik die Fahrt genießen können.

Ein weiterer entscheidender Punkt: die Feuerwehr- und Rettungswege. Petra Göbel, Leiterin der Abteilung Bauordnung und Denkmalpflege: „In enger Abstimmung mit unseren Brandschutztechnikern und dem Ordnungsamt stellen wir sicher, dass alle Angriffswege und Aufstellflächen in der Innenstadt jederzeit frei und zugänglich sind.“ Bei einem Brandfall oder anderweitigen Einsatz der Feuerwehr und Rettungsdienste ist somit sichergestellt, dass trotz der vielen Buden, Zelte und Fahrgeschäfte ein Einsatz jederzeit möglich ist.

Jugendamt und Streetwork bieten Unterstützung für Jugendliche

Das Jugendamt der Stadt Werne und das Streetwork der Jugendhilfe sind an allen Tagen als Ansprechpartner im Einsatz. Im Fokus stehen insbesondere Kinder und Jugendliche der Altersgruppe von 12 bis 16 Jahren. Ziel ist es, das Wohlbefinden und die Sicherheit der jungen Besucher zu gewährleisten und ein wachsames Auge auf den Konsum von Alkohol und Drogen zu haben.

Die Mitarbeiter werden nicht nur innerhalb des Kirmesgeländes, sondern auch in der näheren Umgebung unterwegs sein. Sie sind jederzeit ansprechbar und deutlich an ihren grünen Jacken erkennbar. Diese Präsenz dient in erster Linie der Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen. Norbert Lutterbeck vom Jugendamt betont: „Wir sind keine Kirmes-Polizei! Unser Ziel ist es, für die Kinder und Jugendlichen da zu sein und für ihr Wohlbefinden zu sorgen.“

Wie bei allen Ordnungskräften steht auch für das Jugendamt nicht die Kontrolle im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, Hilfe anzubieten, präventiv zu wirken und als verlässliche Ansprechpartner vor Ort zu sein, wenn Hilfe oder Rat benötigt wird.

Deutsches Rotes Kreuz setzt erstmals Kinderfinder-Armbänder ein

DRK Sim-Jü

Von Samstag bis Dienstag ist das DRK mit mehreren Ortsvereinen im Einsatz. 40 ehrenamtliche Einsatzkräfte mit jeweils 46 Einsatzstunden während der Kirmestage sorgen für den Sanitätswachdienst. Einige von ihnen reisen extra für die Sim-Jü aus ganz Deutschland an und übernachten im DRK-Ortsverein Werne an der Flöz-Zollverein-Straße, wo sie von Kameradinnen und Kameraden aus Werne verpflegt werden.

Wenn in der Menschenmenge der Kirmes ein Kind seine Eltern verliert, sind die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, neben der Polizei, dem BAK-Sicherheitsdienst und dem Ordnungsamt der Stadt Werne, die richtige Anlaufstelle. Um eine schnelle Wiedervereinigung zu gewährleisten, bietet das DRK in diesem Jahr das erste Mal sogenannte „Kinderfinder-Armbänder“ an. Hier kann vorsorglich der Name des Kindes sowie die Telefonnummer der Begleitpersonen notiert werden, sodass der Finder des Kindes sofort Kontakt aufnehmen kann.

Fabio Hüttig (stellvertretender Leiter des DRK-Ortsvereins Selm) und Yannick Franken (stellvertretender Leiter des DRK-Ortsvereins Holzwickede) koordinieren federführend, mit einem großen Team an Ehrenamtlichen, den Sanitätsdienst rund um die Sim-Jü und erzählen: 

„Der Kirmeseinsatz ist für uns jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis. Viele Ehrenamtliche reisen extra an, nehmen Urlaub oder weite Wege in Kauf. Das unterstreicht für uns den tollen Zusammenhalt unserer Rotkreuz-Familie.“

Partnerstädte besuchen Sim-Jü

Partnerschaftszelt Sim-Jü

Nicht zuletzt lebt Sim-Jü auch von den internationalen Gästen aus den Werner Partnerstädten. Besonders spürbar wird das im Partnerschaftszelt, wo die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte traditionelle Köstlichkeiten aus ihrer Heimat anbieten. Die Organisation rund um das Partnerschaftszelt übernimmt Stephanie Viefhues als Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Werne. Sie kümmert sich außerdem um die Betreuung der Gäste und koordiniert die Unterbringung in den Gastfamilien.

In diesem Jahr sind Delegationen aus Walcz in Polen und Bailleul in Frankreich dabei. Die Freunde aus der Partnerstadt Kyritz mit ihrem beliebten Bier „Mord und Totschlag“ werden leider fehlen. Dafür dürfen sich die Gäste auf Vertreterinnen und Vertreter aus Korec, der ukrainischen Partnerstadt von Walcz, freuen.

Stephanie Viefhues: 

„Der Grundgedanke von Städtepartnerschaften ist das gegenseitige Kennenlernen, der Abbau von wechselseitigen Vorurteilen sowie das Verständnis für andere Kulturen. Wo kann man das besser umsetzen als im Zelt bei gutem, internationalem Essen und Trinken?“