20. April 2026
Zukunftssicher heizen in Werne

Die Stadt Werne beginnt mit der kommunalen Wärmeplanung – Fertigstellung für 2027 geplant
Wir beschäftigen uns ab sofort intensiv mit der Frage, wie wir in Werne in Zukunft heizen werden. Dazu hat die Stadt jetzt die kommunale Wärmeplanung gestartet. Unser Ziel ist es, eine langfristige Strategie zu entwickeln, damit die Wärmeversorgung für uns alle – ob in den eigenen vier Wänden oder in der lokalen Wirtschaft – klimafreundlich, sicher und vor allem bezahlbar bleibt.
„In den kommenden Monaten wollen wir aufzeigen, wie der Wärmebedarf in Werne Schritt für Schritt zukunftsfähig ausgerichtet werden kann – etwa durch effizientere Gebäude, erneuerbare Energien und moderne Wärmenetze“, erklärt Bürgermeister Lars Hübchen. „Der Wärmeplan dient dabei als Orientierungsrahmen für Hauseigentümerinnen und -eigentümer, Unternehmen, Energieversorger und die Stadtverwaltung selbst.“
Wichtig ist uns dabei zu betonen: Die Wärmeplanung selbst verpflichtet niemanden zu konkreten Maßnahmen. Sie dient vielmehr dazu, Transparenz und Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen. So erhalten Sie durch die Planung beispielsweise Informationen darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass in Ihrer Straße künftig ein Wärmenetz zur Verfügung steht.
Was bedeutet kommunale Wärmeplanung?
Zunächst wird analysiert, wie aktuell in Werne geheizt und wo wie viel Wärme verbraucht wird. Im Anschluss werden mögliche lokale Potenziale untersucht – etwa für Wärmenetze, Umweltwärme, Abwärme oder andere erneuerbare Wärmequellen. Darauf aufbauend werden Zukunftsszenarien und ein strategischer Zielpfad entwickelt. Dieser zeigt, wie eine klimafreundliche Wärmeversorgung bis in die nächsten Jahrzehnte aussehen kann.
Stadt kommt gesetzlicher Pflicht nach
Fachlich unterstützt wird die Stadt von HIC Consulting. Das auf die Transformation des Wärmesystems spezialisierte Unternehmen erstellt mit seinem erfahrenen Projektteam die Wärmeplanung. Im Laufe des Jahres 2027 soll der Wärmeplan vorliegen – und damit vor der Frist, die das Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG) vorgibt. Demnach müssen Städte mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bis Mitte 2028 eine Wärmeplanung erstellen.
„Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein, um die Wärmewende systematisch und sozialverträglich voranzubringen, denn der Wärmesektor verursacht einen großen Teil der CO₂-Emissionen“, unterstreicht Lars Hübchen die Bedeutung des Projekts.
Umso wichtiger ist es daher, die Menschen vor Ort transparent einzubeziehen und auf dem Laufenden zu halten. Die kommunale Wärmeplanung wird von verschiedenen Beteiligungsformaten begleitet. Geplant sind unter anderem öffentliche Informationsveranstaltungen, bei denen Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse vorgestellt werden, sowie ergänzende Hinweise über Online-Kanäle.
Über den weiteren Projektverlauf sowie über Beteiligungsmöglichkeiten wird die Stadt regelmäßig berichten.