22. Juli 2026
Stadt Werne unterstützt Kirchengemeinde bei den Kosten des katholischen Friedhofs

Der Kommunalbetrieb Werne beteiligt sich künftig mit einem Zuschuss an den Betriebskosten des katholischen Friedhofs und unterstützt damit die St. Christophorus-Gemeinde als Trägerin des Friedhofs.
Der große Friedhof am Stadtsee ist mehr als eine letzte Ruhestätte. Viele Wernerinnen und Werner schätzen das weitläufige Gelände nahe der Saline, der Innenstadt und des Stadtsees als ruhigen Ort für einen Spaziergang oder zum Innehalten. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der veränderten Bestattungskultur beteiligt sich der Kommunalbetrieb Werne (KBW) künftig an den Betriebskosten.
Warum der Friedhof heute mehr Hilfe braucht
Wer heute über den Friedhof geht, sieht, wie sich die Bestattungskultur verändert hat: Früher haben Angehörige die Grabpflege oft über Jahrzehnte selbst übernommen. Heute entscheiden sich immer mehr Familien für pflegefreie Urnen- oder Rasengräber.
Für den Träger des Friedhofs bedeutet das: Die Flächen, um die sich früher Privatleute gekümmert haben, müssen nun vom Träger gepflegt werden. Grünschnitt, Laub entfernen und die Unterhaltung der Wege auf einer 6 Hektar großen Fläche sind ein enormer Aufwand, der personell und finanziell kaum noch zu stemmen ist. Damit die Kirchengemeinde diese Aufgabe auch künftig erfüllen kann, unterstützt die Stadt sie nun finanziell. Die Verantwortung für den Betrieb des Friedhofs bleibt unverändert bei der Kirchengemeinde.
Zusammenarbeit mit klaren Zielen
Als Ergebnis der Beratung zwischen Politik und katholischer Kirche wurde ein Zuschuss von 22,5% der Betriebskosten vereinbart. Für das Wirtschaftsjahr 2026 ergeben sich somit rund 72.000 €, mit denen die Stadt Werne die Aufrechterhaltung des Friedhofsbetriebes unterstützt.
Die Kirchengemeinde St. Christophorus bewertet die vereinbarte Unterstützung durch die Stadt Werne als wichtigen Schritt für die Zukunft des Friedhofs. Auf einer soliden finanziellen Basis soll er auch künftig als gepflegter und einladender Ort für die Menschen in Werne erhalten bleiben.
Bürgermeister Lars Hübchen unterstreicht die Bedeutung der getroffenen Vereinbarung:
Der Friedhof ist als Ort der Ruhe und des Gedenkens ein besonderer Grünraum und wichtiger Teil unserer Stadt. Deshalb übernehmen wir mit der Unterstützung der Kirche Verantwortung dafür, dass dieser auch künftig erhalten bleibt.
Stadt und Kirche haben eine jährliche Berichterstattung vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst 5 Jahren.