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Kreisverkehr-Skulptur zeigt Symbole der Lippestadt

24.11.2021

Werk des Künstlers Alfred Gockel in Werne enthüllt

Ein halbes Jahr später, nachdem das Projekt zur Gestaltung des Kreisverkehres Becklohhof/Burgstraße politisch vorgestellt und auf den Weg gebracht wurde, konnte am Samstag, 20. November 2021, gefeiert werden. 

Gemeinsam mit den Vertretern des Heimatvereines Werne und der Sparkassen-Stiftung sowie den ausführenden Künstlern und den zahlreichen Entscheidern aus Politik und Verwaltung zeigte sich Bürgermeister Lothar Christ sichtlich beeindruckt von dem tatsächlichen Kunstwerk, das im Laufe des Donnerstagvormittags mit einem Spezialkran angeliefert und aufgebaut wurde.

Die Planung hatte seinerzeit breite Zustimmung unter aller Beteiligten gefunden. „Wir haben bei der Gestaltung dieses relativ neuen Kreisverkehres auf eine gleichermaßen ansprechende wie künstlerische Gestaltung Wert gelegt“, so gab Bürgermeister Lothar Christ die Richtung vor. 

Schließlich besitze die Skulptur mit ihren prägenden Motiven einen hohen Identifikationswert für die Stadt. Christ erinnerte daran, dass die aufwendige Gestaltung des Kreisverkehrs letztlich durch den geplanten Rückbau und die bereits vollzogene Umwidmung der ehemaligen Bundesstraße 54 hin zu einer Ortsdurchfahrt ermöglicht werden konnte.

In der Mitte des Kreisverkehrs ist nun eine rund vier Meter hohe Stahl-Skulptur installiert: Bestehend aus einem Kreis, in dessen Mittelpunkt das Kapuzinerkloster nachgebildet ist und zwei Figuren stehen werden: Eine hält symbolisch das Sim Jü-Riesenrad fest und die andere hält ein Fahrrad an der Hand. Getragen werden die einzelnen Elemente von der in dunkelblau gehaltenen Lippe und in hellblau dargestellten Horne.

Gestalterisch umgesetzt hat die Stahl-Skulptur der weit über die heimischen Grenze hinaus bekannte Künstler Alfred Gockel. Er hat bereits mit seinem „Rettungshubschrauber“ an der A 1 in Höhe des Kamener Kreuzes für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Auch die geschwungene, mit farblichen Platten versehene große Skulptur an der A1-Autobahnabfahrt Münster-Hiltrup hat er geschaffen. 

Die Idee zu der Skulptur am neuen Kreisverkehr Becklohhof/Burgstraße hatte übrigens der gebürtige Werner und heute in Lüdinghausen beheimatete Wilfried Thöne. Das Kapuzinerkloster anstelle des historischen Werner Rathauses in die Mitte der Skulptur zu setzen, fand aus vielerlei Gründen breite Zustimmung. Umso mehr, da das Kloster aktuell auf 350 Jahre Grundsteinlegung zurückblicken kann und gerade die Kapuziner eine wehrhafte Rolle im Widerstand während der Zeit des Nationalsozialismus spielten.

„Das Fahrrad in der Skulptur steht für Werne als das „Tor zum Münsterland“, während der alles umgebende Ring die gesamte Aura der Stadt einkreisen soll“, erläutert Künstler Alfred Gockel. Das Symbol des Sim Jü-Riesenrades an der Hand einer der beiden Figuren kann auf Wunsch ausgetauscht und besonderen Umständen angepasst werden (z. B. für das Straßenfestival, die Lenklarer Reitertage, etc).

Und Manfred Döpper, der für die begleitende Lichtinstallation verantwortlich zeichnet, verspricht eine weitere Besonderheit: Wer den Kreisverkehr künftig befahre, den werde die Skulptur dabei begleiten. Die Figuren innerhalb der Skulptur stehen schräg nach innen zum Kloster, während die Figuren selber aus zwei Ebenen bestehen, die in deren Inneren in einem 135 Grad-Winkel gedreht werden. Vor dem Hintergrund der Lichtinstallation soll die Skulptur tagsüber durch das Sonnenlicht und nachts durch die LED-Lampen Schatten werfen und auf diese Art und Weise mit Autofahrern und Passanten interagieren.
Dass der vorgegebene finanzielle Rahmen in Höhe von 120.000 Euro dank entsprechender Sponsoren eingehalten werden konnte, rundet ein besonderes künstlerisches Projekt ab, bei dem sich Gäste und Besucher letztlich beeindruckt von der Größe, Präzision und der Idee dieser Skulptur zeigten. „All dies werde fraglos besondere Maßstäbe mit Blick auf künftige Planungen setzen“, so das einhellige Fazit aller Beteiligten.

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