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Freiwillige Feuerwehr im Dauereinsatz

15.07.2021

Freiwillige Feuerwehr im Dauereinsatz

Schweres Unwetter und Starkregen lösen zahlreiche Einsätze aus

Ungewöhnlicher, über mehrere Stunden anhaltender Starkregen hat am Mittwoch, 14. Juli, die Freiwillige Feuerwehr Werne vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und –männer waren seit dem Nachmittag bis in den späten Abend hinein mit sämtlich verfügbaren Kräften ausgerückt, um den Wassermassen in Kellern und auf den Straßen Herr zu werden.

„Nachdem die Kreisleitstelle in Unna Ihre Arbeit aufgenommen hatte und aufgrund des abrupt einsetzenden und immer heftiger werdenden Regenfalls am Nachmittag im Rahmen einer sogenannten Landeslage die Weisung gegeben hatte, die Werner Feuerwehrwache zu besetzten, hatten wir alle Hände voll zu tun. Die Notrufe gingen quasi sekündlich bei uns ein“, berichtete Wehrführer Thomas Temmann. So meldete der Kreis Unna um 17:30 Uhr allein für Werne bereits 35 Einsatzstellen. Bis die Unwetterfront durch war und sich die Telefone in der Wache wieder beruhigt hatten, fuhr die Feuerwehr in Werne wohl insgesamt an die 80 Einsätze. Da andere Kreise und Städte wie beispielsweise Hagen noch mehr betroffen waren, war auswärtige Hilfe nicht im großen Stil zu erwarten und die Werner Feuerwehrleute auf sich allein gestellt.

Die überschwemmte Münsterstraße an der Kreuzung zwischen Hansaring und Peningrode sowie am Stadthaus habe die Brandbekämpfer ebenso vor besonders heikle und schwierige Aufgaben gestellt wie die Lage am Chistophorus-Krankenhaus. Dort war Wasser in den Keller gelaufen und drohte, die sensiblen Technikräume zu gefährden.

Auf einem Hof in Langern war die Feuerwehr zudem im Einsatz, um Pferden zu Hilfe zu kommen, die in einem Stall in gefährlich hohem Wasser standen. Besonders schwer traf es einen Landwirt auf der Selmer Landstraße, weil die Wassermassen vom Acker in Richtung Haus drückten. Ein paar hunderte Sandsäcke waren nötig, um das Wasser zu stoppen. Tatkräftige Unterstützung bekam die Feuerwehr dabei vom THW, das mit 15 Einsatzkräften und unzähligen Sandsäcken an allen Ecken und Enden zugegen war.

Auch die Stadtbücherei Werne war und ist noch immer von dem gewaltigen Wolkenbruch betroffen. Hier stand der Keller zeitweise Unterwasser. Da im Fahrstuhlkeller das Wasser erst noch abgepumpt werden muss, wird der Fahrstuhl voraussichtlich erst wieder Anfang nächster Woche in Betrieb genommen werden können.

„Im Vergleich zu anderen Städten hatten wir Glück“, resümierte die Wehrführung. So habe es keine ganz großen Schäden gegeben und das Wichtigste: Menschen selbst seien nicht zu Schaden gekommen.
Als gegen 22:00 Uhr das Gröbste überstanden war, entsandte man 25 Kräfte in das benachbarte Bergkamen, um die dortigen Einsatzkräfte zu unterstützen. Die Schützenhilfe dauerte bis 04:00 Uhr in der Früh.

„Die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Feuerwehr Werne haben in dieser sprichwörtlichen „Wasserschlacht“ Herausragendes geleistet und dafür Sorge getragen, dass keine Bürger ernsthaft zu Schaden gekommen sind. Ihnen gilt daher mein Dank ganz besonders. Ich möchte mich aber auch beim THW, der Polizei, dem Rettungsdienst sowie dem Bauhof und dem Ordnungsamt bedanken, die zur Unterstützung ausgerückt waren“, sagte Bürgermeister Lothar Christ am Morgen danach. (am)

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