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Geplantes Gewerbegebiet an der Nordlippestraße

Informationen zur Aufstellung des Bebauungsplanes 18 C

Das Angebot an zusammenhängenden Gewerbeflächen in Werne ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Derzeit gibt es so gut wie keine Grundstücke mehr, die Unternehmen angeboten werden können, wenn sie sich räumlich vergrößern wollen. Die Gefahr, dass Firmen durch diese Flächenknappheit in ihrer Entwicklung gebremst werden, ist bereits akut. Auch überaus interessante Anfragen müssen seitens der Wirtschaftsförderung immer wieder abgelehnt werden. Daher hat die Stadt Werne gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) nach einem neuen Gewerbegebiet gesucht.

Der RVR hat hierzu auf regionalplanerischer Ebene einen sogenannten „Sachlicher Teilplan Regionale Kooperationsstandorte“ erarbeitet. Dieser dient der Entwicklung von größeren Gewerbeflächen nicht nur in Werne, sondern an insgesamt 24 Standorten in dem Gebiet des RVR. Die Standorte umfassen in der derzeitigen Entwurfsfassung des Teilplans eine Gesamtfläche von ca. 1.300 ha und stellen das Ergebnis eines umfangreichen Auswahlprozesses und der Auswertung von zahlreichen Stellungnahmen dar. Dabei stand auch die Nachnutzung von 10 vormals bereits genutzten Standorten oder Brachflächen (Bergbau, Abgrabung, Bahnflächen, Industrie) und von 4 Kraftwerksstandorten im Mittelpunkt. So ist auch das noch länger im Betrieb befindliche Gersteinwerk in Stockum als möglicher, künftiger Kooperationsstandort im Planentwurf eingetragen.

Die Entwicklung des Standorts „Nordlippestraße Nord“, einer zurzeit landwirtschaftlich intensiv genutzten Fläche, wird negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt mit sich bringen. Er ist jedoch aus mehreren Gründen durch die Regionalplanungsbehörde fachlich vorgeprüft und für eine Entwicklung als passend befunden worden. Unter anderem ist er an ein vorhandenes Gewerbegebiet angebunden und verkehrlich bereits sehr gut erschlossen, so dass neu entstehende Verkehre nicht über weite innerstädtische Wege geleitet werden müssen.

Der Rat der Stadt Werne hat in seiner Sitzung am 9. Dezember 2020 die Verwaltung damit beauftragt, die einleitenden Beschlüsse für die Bauleitplanung vorzubereiten. Von den zwei Teilflächen – südlich und nördlich des Autobahnzubringers – wird lediglich der nördliche Bereich (siehe Karte) für eine jetzige Entwicklungsplanung einbezogen. Diese zu untersuchende Fläche ist ca. 32 ha groß, wird sich aber durch erforderliche Abstände zu Gebäuden oder Landschaftselementen verkleinern.

Bauleitplanerisch sind für die Fläche eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Die Beschlüsse hierzu hat der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag, den 9. März 2021 gefasst - einhergehend mit der Forderung, die ökologischen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und die natürlichen Ressourcen weitestgehend zu schonen.

Ressourcenschonende Entwicklung für ein „Nachhaltiges Gewerbegebiet“

Die Verwaltung wurde ebenfalls beauftragt, vorab eine Rahmenplanung zu erarbeiten, mit der die Voraussetzungen für ein möglichst nachhaltiges und umweltverträgliches Gewerbegebiet geschaffen werden. Die Gesamtplanung ist im Rahmen der gegenwärtigen Debatten zum Thema Klimaschutz in hohem Maße relevant.

Um den Anforderungen an den Klimaschutz einerseits und den Bedürfnissen der Wirtschaft andererseits gleichwertig gerecht zu werden, sollen Umwelt- und Klimaschutzaspekte bei der Realisierung des gewerblichen Entwicklungsprojektes von Anfang an mitgedacht und umgesetzt werden. Konkret gibt es hierzu auf den unterschiedlichen Handlungsebenen wie Ressourceneffizienz/-schutz, Erneuerbare Energien, Städtebau/Freiraum, Mobilität und Unternehmenskooperation viele Möglichkeiten: Unter anderem lässt sich die Begrenzung des Versiegelungsgrads, die gemeinsame Nutzung von Erdwärme, Car-Sharing, der Einsatz von PV-Anlagen oder Gründächern, die Eingrünung von Stellplätzen oder die Schaffung von Grünachsen im Gewerbegebiet planen und vorschreiben. 

Ziel soll es sein, die Auswirkungen auf Klima, Natur und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Analyse der klimatischen Auswirkungen wird als eigenständiger Baustein in Form eines Fachgutachtens in Auftrag gegeben werden. Des Weiteren ist vorgesehen, das Grün- und Freiraumkonzept unter besonderer Berücksichtigung klimaverbessernder Aspekte zur Einfassung und Gliederung der Fläche erarbeiten zu lassen. Als regulierende Bestandteile sind Festsetzungen im Bebauungsplan sowie in den Ansiedlungsverträgen vorgesehen.

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